Am 18.Oktober 2008 machte sich der Gesangverein Deutschfeistritz-Peggau unter der
Schutzherrschaft von Renzo Gazzetta, der uns bei allen organisatorischen Angelegenheiten
und sprachlichen Problemen hilfreich zur Seite stand, fast vollzählig mit einer
Begleitschar von treuen Freunden auf nach Italien, um mit seinem befreundeten Chor
in Pertegada nähe Lignano dessen 30jähriges Bestehen zu feiern.
Nach einer sehr kurzweiligen Reise, die wir schon zu früher Morgenstunde antraten und
mit einem Frühstück in der Südrast nächst der österreichisch-italienischen Grenze versüßten,
erreichten wir schon gegen Mittag unser Hotel in Lignano.
Der freie Nachmittag wurde ausgiebig genutzt zum Bummeln, Einkaufen, für einen
Strandspaziergang
und ein gutes Mittagessen oder einfach zum Plaudern und Genießen,
bis wir uns am Abend – allesamt in Dirndl und Steireranzug –
ein Stelldichein in der
Kirche von Pertegada gaben.
Wir eröffneten mit einigen Volksliedern das eigentliche Festkonzert des Chores von
Pertegada,
der stimmgewaltig und voller Freude die Kirche zum Klingen brachte.
Im Anschluss wurden alle ehemaligen Sängerinnen und Sänger nach vorne gebeten,
um sie zu ehren und ein gemeinsames Lied zu singen.
Für uns war es eine besondere Ehre,
gemeinsam mit den Italienern die geheime
italienische Hymne,
den Gefangenenchor aus Nabucco, singen zu dürfen.
Nach unzähligen Festreden
und Dankesworten, die uns von Renzo
dankenswerterweise übersetzt wurden,
verlagerte sich das gemeinsame
Feiern in die große Festhalle, wo uns sämtliche Vereine des Ortes
mit einem ausgezeichneten Abendessen und guten Weinen verwöhnten.
Für viele ging der Abend viel zu schnell zu Ende, und so war es nicht verwunderlich,
dass noch in so manchem Hotelzimmer feucht-fröhlich weiter gefeiert wurde.
Nach einer kurzen Nacht und einem stärkenden Frühstück ging es auch schon wieder
in die Kirche von Pertegada, wo wir die Sonntagsmesse mit der Dürnsteiner Messe
und zwei innigen Marienliedern gestalten durften.
Zu guter Letzt blieb uns, nachdem wir noch einmal die Gastfreundschaft der Italiener
bei einem reichlichen Mittagessen genießen konnten, nichts anderes mehr übrig,
als schweren Herzens die Heimreise anzutreten, aber nicht bevor noch ein paar Lieder
gesungen und die Einladung zu unserem 140jährigen Bestehen ausgesprochen wurde.